Frankfurt Marathon 2026
Das Wunder von Frankfurt 2026: Ein denkwürdiger Rausch der Blauen Linie Am 25. Oktober 2026 hieß es für das sechsköpfige Starensemble wieder: Kohlenhydrate marsch und ab durch die Häuserschluchten von Mainhattan! Auf den 42,195 Kilometern spielten sich zwischen Jubelstürmen, brennenden Oberschenkeln und strategischen Energieschüben wahre Heldengeschichten ab.
Daniel Neuroth erwies sich dabei als der absolute Taktik-Fuchs des Tages. Während der Großteil des Feldes auf der zweiten Hälfte traditionell dem „Mann mit dem Hammer“ begegnet, schaltete Daniel einfach ein paar Gänge hoch. Mit einem genialen Negative Split (die zweite Hälfte war glatte 12 Sekunden schneller als die erste!) flog er förmlich über den roten Teppich in die Festhalle und sicherte sich die teaminterne Krone.
Dicht dahinter lieferte Manfred Gertig ein Rennen ab, das Schweizer Uhrwerke vor Neid erblassen lässt. Bis Kilometer 25 lief er exakt im Gleichschritt mit Daniel, entschied sich dann aber für ein kontrolliertes, bärenstarkes Finish knapp über der Dreistundenmarke. Alexander Nintschew wiederum bewies echtes Kämpferherz: Trotz eines saftigen Positive Splits von sieben Minuten rettete er eine fabelhafte Zeit ins Ziel, wahrscheinlich angetrieben von der nackten Angst, dass die Finisher-Medaillen ausgehen könnten.
Rene Storck zeigte die stabilste mentale Härte des Tages. Mit einer fast perfekt symmetrischen Renneinteilung (nur 43 Sekunden Unterschied zwischen den Hälften) spulte er sein Programm ab und ließ sich zu keinem Zeitpunkt aus der Ruhe bringen. Kai Cepa wählte dagegen die „Genießer-Variante“ mit eingebautem Spannungsbogen: Nach einer kontrollierten ersten Hälfte sammelte er auf den harten finalen Kilometern alles ein, was an Willenskraft noch im Tank war.
Das emotionale Highlight setzte jedoch Henning Naumann. Henning hatte die Marathon-Vorbereitung offenbar sehr wörtlich genommen und die Strecke zu einer ausgiebigen, mehrstündigen Sightseeing- und Verpflegungs-Tour umfunktioniert. Mit einem dramatischen Zeitunterschied von über 30 Minuten zwischen den beiden Hälften bewies er vor allem eines: Aufgeben ist keine Option. Er biss sich bis zum letzten Meter durch und feierte seinen Einzug in die Festhalle wie einen Olympiasieg.
Am Ende steht fest: Die Festhalle bebt noch immer, und die sechs Legenden haben Frankfurt ihren unnachahmlichen Stempel aufgedrückt!